Freitag, 5. April 2013

Spannender als ein Krimi...

... war meine Abendbeschäftigung gestern. Ich habe mich nämlich kurz vor Schluss bei meinem Owls Sweater noch so richtig verstrickt und so blieb mir nichts anderes übrig, als mehrere Reihen aufzutrennen. War das nervenaufreibend! Und gleichzeitig traurig - schließlich war so die Arbeit mehrerer Stunden in null komma nichts einfach so futsch... Aber das Auftrennen war für mich in dem Fall einfach das kleinere Übel - sonst wäre ich mit dem Pulli glaube ich nie zufrieden gewesen. So saß ich also schließlich da und versuchte, alle Maschen gaaanz vorsichtig wieder auf meine Nadel zu befördern:


Ständig mit der Angst, eine Masche zu verlieren... gegen Ende ist mir das auch zweimal passiert, aber ich hab's zum Glück geschafft, sie mit der Häkelnadel wieder hochzuholen! Was war ich erleichtert, als sich am Ende alle 200 Maschen wieder da befanden, wo sie hingehören: auf der Nadel!
Was übrig blieb, war weniger schön:


Für's nächste Mal merke ich mir auf jeden Fall, dass es von Vorteil ist, wenn man das Garn beim Auftrennen gleich wieder aufwickelt. ;) 

Wie ist das bei euch, wenn ihr näht, strickt, häkelt,... und es geht so richtig etwas schief? Landet das Ganze dann erstmal in der Ecke, versucht ihr sofort den Fehler zu beheben oder machen euch Fehler gar nicht so viel aus? Wenn mir ein Fehler passiert, dann muss ich ihn - wenn er so sehr auffällt wie dieser hier bei meinem Eulenpulli - SOFORT beheben, egal wie lange es dauert und egal wie wenig Spaß es macht! Dann ist mein Durchhaltewille auch meistens ziemlich groß und die größte Belohnung ist finde ich, wenn das Ganze dann am Ende besser aussieht als vorher! :)

Und trotz diesem kleinen Rückschlag gestern wird mein Pulli wohl in den nächsten Tagen fertig werden! Bilder davon gibt's also bald hier zu sehen... und ein paar Fotos von meinem Aufenthalt in Frankreich habe ich auch noch für euch!

Ganz liebe Grüße,
Anja

Kommentare:

  1. Ähm ja... kenn ich bestens. Ich habe bei meiner Häkeldecke bis zum allerletzten Moment überlegt, die erste Reihe noch mal irgendwie auf- und dann neu zu machen, die ist nämlich ein bisschen sehr fest geworden.
    In späteren Reihen habe ich mögliche Fehler immer sofort behoben, so wie du das auch machst, selbst wenn es bedeutete, die ganze Reihe wegen z.B. eines überflüssigen Stäbchens ganz am Anfang wieder aufmachen zu müssen. Aber für die erste Reihe habe ich damals ganze 7 Stunden gebraucht, inklusive etlicher Teilaufribbelaktionen und diverser Fingekrämpfe, sodass ich dafür dann tatsächlich keinen Nerv hatte.
    Nach einigem Nachdenken fang ich es aber auch gar nicht mehr so schlimm, dass die Maschen dort ein wenig fester geraten sind. Denn erstens ruiniert es das Gesamtwerk ja nicht vollkommen, sondern macht es nur ein bisschen weniger perfekt, und zweitens finde ich es eigentlich auch ganz schön, die eigene Entwicklung bzw. die Verbesserung der eignen (Häkel-)Fähigkeiten so nachverfolgen zu können. Schließlich gehört das Fehlermachen ja auch zum Lernen dazu. Hätte ich diese Fehler damals nicht gemacht, dann hätte ich auch niemals all die anderen, geraden, gleichmäßigen Reihen häkeln können. Und hätte ich sie nachträglich "ungeschehen" gemacht, dann wäre mir meine eigene Verbesserung vielleicht nicht so präsent und ich würde mich nicht so darüber freuen können.
    Alleine um einen Fehler als solchen zu erkennen, braucht es ja schon eine gewisse Erfahrung. Dann auch zu wissen, wie man ihn beheben kann, noch einmal mehr.
    Hach, lernen ist schon was Schönes... :)

    Hab ein schönes Wochenende! Ich bin schon super gespannt auf deinen Eulenpulli!
    Alles Liebe, Naomi

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  2. Also, ich nähe, häkle, stricke ja so gar nicht und wenn ich dein zweites Bild sehe, dann weiß ich auch, warum! ;-)
    Wünsche dir ein wunderschönes Wochenende!
    Liebe Grüße! Sonja

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