Sonntag, 17. Juni 2012

(M)ein Sonntagslied...

... ist heute von Brandon Heath, einer der Sänger/innen, die ich total zufällig entdeckt habe.
Wer noch nicht weiß, was es mit dem Sonntagslied auf sich hat, der erfährt ein bisschen mehr dazu hier in meinem Sonntagslied-Post von letzter Woche.
Heute poste ich dazu wieder den Refrain, der für mich hier wieder fast die wichtigste Textstelle des ganzen Lieds ist und dann noch ein paar Gedanken dazu, die mir diesmal beim Hören des Lieds gekommen sind. :)
Das Lied heißt "Give me your eyes" und handelt von Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft, dem Blick für andere Leute oder wie auch immer man es nennen will. Ich will damit nicht mit erhobenem Zeigefinger sagen "Du musst Nächstenliebe zeigen!" oder so etwas in der Art. :D Das Lied gefällt mir einfach und zwar sowohl der Text als auch die Musik und deshalb ist es mein heutiges Sonntagslied geworden. :)

Der Refrain hat folgenden Text:

All those people going somewhere
Why have I never cared?

Give me your eyes for just one second
Give me your eyes so I can see
Everything that I keep missing
Give me your love for humanity

Give me your arms for the broken hearted
The ones that are far beyond my reach
Give me your heart for the ones forgotten
Give me your eyes so I can see
(Brandon Heath)


auf Deutsch übersetzt heißt das in etwa:

All diese Leute, die irgendwohin gehen.
Warum habe ich mich nie darum gekümmert?

Gib mir deine Augen, nur für eine Sekunde.
Gib mir deine Augen, so dass ich sehen kann
Alles, was mir die ganze Zeit entgangen ist.
Gib mir deine Liebe für die Menschheit


Gib mir deine Arme für die, deren Herzen zerbrochen sind
Diejenigen, die sich weit außerhalb meiner Reichweite befinden.
Gib mir dein Herz für die Vergessenen.
Gib mir deine Augen, so dass ich sehen kann.

(Sorry für die nicht ganz so gute Übersetzung. ;) 

Falls ihr den ganzen Text nachlesen wollt, findet ihr ihn zum Beispiel hier.
Und hier ist das Lied für diejenigen, die es auch anhören möchten: ;)


 Da Brandon Heath ein christlicher Sänger ist, bittet er in diesem Lied natürlich Gott darum, ihm "seine Augen" oder anders ausgedrückt: seinen Blick und seine Liebe für die Welt, seine Mitmenschen, zu geben. Ich finde aber, dass dieses Lied eigentlich jeden ansprechen kann - egal, welcher Religion oder Konfession man angehört.
Folgende Gedanken sind mir beim Hören nämlich in den Sinn gekommen:
  • Nächstenliebe kann jeder zeigen. Egal ob Buddhist, Muslim, Atheist, Christ, Jude,... Jeder hat die Möglichkeit, anderen zu helfen. Es gibt ja genug Beispiele für Menschen, die sich für andere Menschen einsetzen und dabei teilweise sogar ihr Leben riskieren.
  • Nächstenliebe bedeutet nicht, dass man gleich die ganze Welt retten muss. Meiner Meinung nach fängt die Liebe zu meinen Mitmenschen im Kleinen an. Es kann zum Beispiel schon die ältere Dame in meiner Nachbarschaft sein, die ihre Einkäufe nicht mehr alleine nach Hause tragen kann und für die ich das ja eigentlich erledigen könnte oder der kleine Junge, der in der Stadt seine Mama verloren hat und nun nicht mehr weiter weiß und dem ich bei der Suche helfen könnte oder oder... Es gibt täglich viele, viele Gelegenheiten, ganz kleine Dinge zu tun und so doch anderen zu helfen und zwar im Rahmen meiner Möglichkeiten. (Es kann nun mal nicht jeder Millionen für ein Hilfsprojekt spenden, weil nicht jeder Millionär ist...)
  • Meiner Meinung nach ist es für Christen Pflicht, die Augen nicht vor dem Leid in unserer Welt zu verschließen. Auch wenn man weiß, dass man selbst vielleicht nur ganz wenig bewirken kann (es kann schließlich nicht jeder Bundeskanzler/in werden und die Politik auf die Armen Deutschlands abstimmen ;)) sollte man es finde ich zumindest versuchen - und wenn es, wie gesagt, nur ganz kleine Dinge sind, in denen ich anderen zeige, dass sie mir nicht egal sind.
Leider muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich kein wirklich gutes Beispiel bin, was Nächstenliebe angeht - zumindest nicht oft. Im Fall der älteren Dame, die ihre Einkäufe nicht mehr alleine erledigen kann, würde ich mir wohl denken: "Ach, bestimmt will sie gar keine Hilfe. Und ich will mich ja auch nicht aufdrängen. Außerdem hat sie bestimmt Verwandte, die das für sie erledigen können." Solche oder andere, sagen wir mal "Ausreden", sind eines der Probleme, die ich habe, wenn es um Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft geht. Das ist denke ich auch ganz normal. Es wird ja nicht jeder als Mutter Teresa geboren ;) und ich denke, dass auch die nicht immer alles sofort richtig gemacht hat und auch zwischendurch mal gezweifelt hat, ob das, was sie tut, auch richtig ist.
Ich will aber zumindest versuchen, Stück für Stück, mit Gottes Hilfe, immer mehr Nächstenliebe "zu lernen". Ich glaube nämlich, dass das eine Lebensaufgabe ist...

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu viel Text und zu viel "Predigt" für euch. :) Ich hab' einfach mal meine Gedanken zum Lied aufgeschrieben und das waren doch einige. :D
Wie bei meinem ersten Sonntagslied von letzter Woche gilt: ihr dürft mir in den Kommentaren alles dazu sagen, was ihr darüber denkt! Ich kann auch Kritik vertragen ;) - sie ist sogar erwünscht! Wenn euch das, was ich geschrieben habe, gar nicht gefällt, dann sagt es mir! Außerdem würde ich mich darüber freuen, zu hören, was eure Erfahrungen zum Thema "Nächstenliebe/Hilfsbereitschaft" sind. Und ob ich eurer Meinung nach heute viel zu viel geschrieben habe und mich bei den nächsten Sonntagsliedern kürzer fassen sollte. :)))

Fühlt euch umarmt,
Anja ♥

P. S. Falls jemand statt der Live-Version lieber das Musik-Video zum Lied ansehen möchte: auf you tube habe ich es nicht gefunden, aber hier findet man es zum Beispiel. :)



Kommentare:

  1. Liebe Anja,
    ich glaube wenn man sich wirklich Gedanken zu dem Thema macht, ist es ein endlos Thema... es ist ein Stück von einem selber, so wie man selbst ist.. ich denke gerade an das Sprichwort > so wie man in den Wald hineinruft, so kommt es heraus!!!
    >> das Lied ist für meinen Geschmack etwas zu ruhig / trifft nicht ganz mein Gehör, da sollte es schon mehr rockiger sein oder irgendwie ... weiß nicht, wie ich es beschreiben soll.

    Ich finde es schön, das Du Dir als junger Mensch schon solche Gedanken machst, doch Du wirst feststellen, das es manchmal gar nicht so einfach ist anders zu sein.

    BLEIB DIR SELBER TREU _ BLEIB DU SELBST
    LASS DICH VON NIEMANDEN LEITEN_ BLEIB EINFACH DU SELBST!!!

    Ganz liebe Grüße
    scharly

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  2. Liebe Anja,
    also mir gefällt der Post. Ich finde die Länge vollkommen in Ordnung so, immerhin hast du ja tatsächlich was zu sagen und das benötigt eben entsprechenden Raum.
    Ich muss zugeben, ich habe gerade nicht so die Ruhe und Zeit, mir das Lied jetzt richtig anzuhören, das hole ich dann nach :)
    Aber sowohl der Auszug aus dem Liedtext, als auch deine Gedanken dazu finde ich schon mal recht ansprechend - in dem Sinne, dass ich was damit anfangen kann, also verstehe, was gemeint ist oder es zumindest glaube, zu verstehen.
    Ich finde es auch wichtig, sich um andere zu kümmern, und vor allen Dingen sich dafür zu interessieren, wie es anderen Menschen geht, was sie umtreibt, wie sie mit bestimmten Situationen umgehen, was sie denken und fühlen - und das am besten erstmal wertfrei, also ohne gleich zu be- bzw. verurteilen. Ich glaube, dass dieses gegenseitige Interesse der Menschen aneinander (das wahrscheinlich irgendwie angeboren, aber dennoch bei verschiedenen Menschen verschieden stark ausgeprägt ist) wichtig ist, damit unser Zusammenleben einigermaßen harmonisch ablaufen kann. Bei allem, was man selber tut, sollte man immer im Blick behalten, ob und wie man damit andere beeinträchtigt, sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne. Dann merkt man ja auch, was der/die Andere in der Situation möglicherweise gerade braucht, und in welcher Weise man ihm/ihr am besten behilflich sein kann - bzw. wann die größte "Hilfe" vielleicht auch darin besteht, die Person einfach ein bisschen in Ruhe zu lassen. Na ja. Ich könnte jetzt noch mehr dazu schreiben, aber ich glaube, das wird zu viel, außerdem müsste ich dann erstmal meine Gedanken ein bisschen sortieren...

    Zu deinem Abi will ich dir aber noch gratulieren!! Meinen allerherzlichsten Glückwunsch, ich freue mich sehr für dich, dass die Ergebnisse so waren, wie du sie dir gewünscht hattest! Und natürlich bin ich nun auch schon sehr gespannt auf dein Abi-Ball-Probe-Kleid :)

    Liebste Grüße, Naomi

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